Rohstoffhandel

Deutschland fördert Forschungsprogramm zu Seltenen Erden

Publiziert von: Redaktion
  • 17.September, 2013
  • Rohstoffhandel

Seltene Metalle sind in jedem Handy, Computer oder Windrad zu finden. Der Weltmarkt wird von China beherrscht.

Damit Deutschlands Industrie bei diesen High-Tech-Rohstoffen nicht völlig von Importen abhÀngig wird, hat jetzt die Regierung ein neues Forschungsprojekt gestartet.

FĂŒr dieses Projekt gibt der Bund maximal 60 Millionen Euro bis 2018 aus. Dabei sollen vor allem Verfahren zur Gewinnung, Aufbereitung und insbesondere zum Recycling von nichtenergetischen mineralischen Rohstoffen entwickelt werden.

Bundesforschungsministerin Wanka unterstreicht die volkswirtschaftliche Bedeutung des neuen Förderschwerpunktes: "Seltene Erden und andere wichtige Rohstoffe sind fĂŒr die Produktion von Zukunftstechnologien aus Deutschland unersetzlich. Um auch in Zukunft eine gesicherte Versorgung mit diesen Ressourcen zu gewĂ€hrleisten, mĂŒssen wir unabhĂ€ngiger von Importen werden. Neue Verfahren bis hin zu Recycling von wichtigen Rohstoffen zu entwickeln, ist daher ein richtiger Ansatz, den die Bundesregierung nachhaltig unterstĂŒtzt."

Lesehilfe:
Die vorliegende Statistik zeigt die Reserven an Seltenen Erden in ausgewÀhlten LÀndern im Jahr 2012. In diesem Jahr beliefen sich die Reserven an Seltenen Erden in Malaysia auf insgesamt rund 30.000 REO*-Tonnen. Weltweit beliefen sich die Reserven an Seltenen Erden 2012 auf rund 110 Millionen Tonnen.

Strategische Rohstoffe, wie etwa Seltene Erden, machen insgesamt etwa 9 Prozent des nach Deutschland eingefĂŒhrten Rohstoffwertes aus. Sie werden fĂŒr die Herstellung von Spitzenprodukten "Made in Germany" benötigt und entfalten eine starke Hebelwirkung bei der industriellen Wertschöpfung in unserem Land.

Wanka betonte in diesem Zusammenhang, dass kein anderes Land mehr forschungs- und entwicklungsintensive Hightech-Artikel fĂŒr den Weltmarkt produziere als Deutschland. Mit einem Anteil von 12,1 Prozent belegt Deutschland damit noch vor China und den USA den ersten Platz. "Das neue Forschungsprogramm wird dazu beitragen, dass Deutschland auch weiterhin Weltmeister bei Hightech-Produkten bleibt", unterstreicht Wanka.